Untersuchung zur Häufigkeit von Luftembolien bei der Implantation von Hüftprothesen*

Die prothetische Versorgung des Hüftgelenkes kann mit der Komplikation einer venösen Luftembolie einhergehen. Untersucht wurde bei 53 orthopädischen Patienten, denen eine Totalendoprothese der Hüfte implantiert wurde, der Einfluß des Knochenzementes sowie des Anästhesieverfahrens auf die Häufigkeit...

Full description

Bibliographic Details
Published in:Zeitschrift für Orthopädie und ihre Grenzgebiete : Organ der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie, Vol. 125, No. 04 (1987), p. 369-374
Main Author: Bachmann, B.
Other Involved Persons: Biscoping, J. ; Ratthey, K. ; Krumholz, W. ; Hempelmann, G.
Format: electronic Article
Language:German
Published: Stuttgart ; New York : Georg Thieme Verlag 1987
ISSN:1438-941X
Item Description:Intermediärsprache: Englisch
Physical Description:Online-Ressource
DOI:10.1055/s-2008-1044926
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Description:
  • Die prothetische Versorgung des Hüftgelenkes kann mit der Komplikation einer venösen Luftembolie einhergehen. Untersucht wurde bei 53 orthopädischen Patienten, denen eine Totalendoprothese der Hüfte implantiert wurde, der Einfluß des Knochenzementes sowie des Anästhesieverfahrens auf die Häufigkeit der embolischen Ereignisse. Hauptkriterium der venösen Embolie war ein abrupter Abfall des endexspiratorischen pCO 2 von mehr als 5 mmHg. Es zeigte sich ein gehäuftes Auftreten von venösen Embolien bei zementierten Prothesen im Gegensatz zu zementlosen Implantaten. Bei Patienten mit einer Intubationsnarkose kam es wiederum häufiger zu Luftembolien als bei Patienten unter Periduralanästhesie. Dies könnte mit dem volumenexpandierenden Effekt des Lachgases bei Eintritt von Luftblasen ins Gefäßsystem durch die Implantation der Schaftprothese zu erklären sein. Die kontinuierliche Registrierung des endexspiratorischen CO 2 erwies sich in der frühzeitigen Erkennung einer Lungenembolie als sehr vorteilhaft.